Aktuelle Pressestimmen und Veröffentlichungen

Anstand! Der Ehrbare Kaufmann als Leitbild für nachhaltiges Wirtschaften 10.10.2009
Cover-360Grad

Eine Frage der Ehre ist das Verständnis von Nachhaltigkeit in der wirtschaftlichen Führungsebene tatsächlich. Während Unternehmer wie Richard Branson – Inhaber der Virgin Group – ökologisches und soziales Engagement zeigen, verdampfen und vernichten weniger umsichtige Entrepreneure und Manager wertvolle Ressourcen ohne Rücksicht auf folgende Generationen.

Manche Wissenschaftler vergleichen die Situation heute schon mit der Geschichte der Stämme auf den Osterinseln, die innerhalb von fünfhundert Jahren ihre Zivilisation durch übermäßige Abholzung der Wälder selbst zerstört haben. Soziologe Ralf Dahrendorf bemerkt, dass „die Sitten des ehrbaren Kaufmanns und des guten Haushaltens“ während der Finanzkrise verloren gegangen sind. Und auch für Verantwortungsökonom Daniel Klink liegt die größte Schwäche des Wirtschaftssystems beim Menschen selbst und er hofft auf eine Rückbesinnung auf die Tugenden des ehrbaren Kaufmanns.

Doch was zeichnet einen ehrbaren Kaufmann für ihn aus? Für Klink schafft er Wert: Werte in Eigenverantwortung für sich selbst und in gesellschaftlicher Verantwortung für andereDie Vorbildfunktion ehrbarer Kaufleute für Mitarbeiter, andere Unternehmer oder ganze Regionen ist für Klink die Hoffnung für die soziale Marktwirtschaft. Er fordert deswegen eine klare Stellungnahme zu nachhaltigem Wirtschaften und eine aktive Gestaltung der Rahmenordnung unserer Verantwortungsträger.

 

Lesen Sie hier den gesamten Essay

Hier finden Sie die Seite zur aktuellen Ausgabe: 360° - Das studentische Journal für Politik und Wirtschaft

Mehr Verordnung oder mehr Verantwortung? 02.10.2009
Cover PWC-Magazin

„Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral!“ – Für Karl Homann, Deutschlands bekanntesten Wirtschaftsethiker, liegt die Lösung dieses Dilemmas auf der Hand: Die Rahmenbedingungen der letzten 30 Jahre wurden in die falsche Richtung gelenkt. Er vergleicht die heutige Wirtschaft mit einem Fußballspiel ohne Regeln und Schiedsrichter. Der frühere Professor für Philosophie und Ökonomik an der Ludwig-Maximilians-Universität München fordert deswegen eine stark am Eigennutzen orientierte Ordnung, die Wettbewerb entfesselt, was für ihn „praktizierte Nächstenliebe“ bedeutet. Was moralisch verwerflich oder korrekt ist, bestimmen also einzig und alleine die Spielregeln.

Daniel Klink, Doktorand an der Humboldt-Universität zu Berlin, greift Homanns Metapher auf, bezweifelt aber den Sinn von Regeln, an die sich die Spieler nicht halten wollen. Er appelliert an die individuelle Verantwortung des Einzelnen, denn Verantwortung auf falsche Anreiz-Systeme abzuschieben, bedeutet fehlendes Pflichtbewusstsein. Eine moralische Führungskraft färbt immer positiv auf Mitarbeiter ab – gleich in welchem System sie agieren. Dabei kann für ihn das Leitbild des ehrbaren Kaufmanns als Idealtyp die heutigen Manager aus der Vertrauenskrise befreien.

Für Beide steht jedoch fest, dass die momentane Marschrichtung des Management-Nachwuchses an Universitäten menschlicher werden muss. Homann fehlt es in der Ausbildung an der Vermittlung von Kommunikationskompetenzen in Bezug auf normative Fragen. Effizienzargumente stoßen für ihn die meisten Menschen eher ab. Klink fordert außerdem, dass die Lehre eine Wirtschaftsordnung kommunizieren soll, die weit über den blanken Eigennutz – hin zu einem fairen Miteinander – hinausgeht.

Wenn Sie wissen möchten, wie Homann die Tauglichkeit des Leitbilds für die moderne Markwirtschaft anzweifelt und wie Klink reagiert, schauen Sie doch unter den folgenden Links nach:

Lesen Sie hier das Interview in der Kurzfassung
Werfen Sie hier einen Blick in das gesamte Online-Magazin
Hier finden Sie die Seite zum pwc: Magazin für Vorausdenker

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